Ausrichtung eines «Pflege-Bonus» an das Personal im Gesundheitswesen infolge der Corona-Pandemie

Postulat von Andreas Lustenberger, Rita Hofer und Luzian Franzini

Der Regierungsrat wird aufgefordert angesichts der aktuellen Covid-19-Krise und der grossen physischen und psychischen Belastung des Personals im Gesundheitswesen einen «Bonus-Pflegefonds» einzurichten. Dieser Fonds wird je hälftig vom Kanton und allen Gemeinden gespiesen. Aus dem «Bonus-Pflegefonds» erhalten alle im Gesundheitsbereich tätigen Personen im Kanton Zug einen einmaligen Bonus von 2’300 Franken. Dieser Vorschlag deckt sich mit der Forderung des Schweizerischen Berufsverbandes der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner (SBK).

Begründung:
Die Corona-Pandemie hat uns einmal mehr vor Augen geführt wie riesig die Arbeit und Belastung ist, welche das Personal im Gesundheitswesen für uns alle leistet: Für Gesunde und Kranke, für Junge und Alte, für Corona-Betroffene und alle Menschen, die der Pflege bedürfen. Mitte März hat die Schweizer Bevölkerung den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Gesundheitswesen mit einem Applaus gedankt. Dieses Zeichen der Wertschätzung war wichtig, ändert jedoch nichts an den prekären Arbeitsbedingungen im Gesundheitsbereich. Zum Gesundheitsbereich zählen unserer Ansicht nach alle Personen, die für das Funktionieren des Gesundheitswesens in Spitälern, Alters- und Pflegeheimen sowie der Spitex arbeiten. Also beispielsweise auch das Reinigungspersonal, unabhängig davon ob diese Aufgaben intern abgedeckt oder an eine externe Unternehmung ausgelagert sind. Mit dem Vorschlag von 2’300 Franken liegt man im Bereich eines durchschnittlichen halben Lohns in der Pflege. Kriterium für die Bonusberechtigung ist primär die Arbeit in einer Institution mit einem Leistungsauftrag von Kanton oder Gemeinden. Der «Pflege-Bonus» ist für den Kanton und die Gemeinden finanzierbar, schliessen doch die Rechnungen 2019 des Kantons und der Gemeinden deutlich besser als budgetiert ab. Der Regierungsrat beschliesst einen „Bonus-Pflegefonds“ und lädt die Gemeinden ein, ebenfalls ihren Beitrag zu leisten.

Wir sind überzeugt, dass mit diesem Vorschlag die besonderen Anstrengungen der Menschen, die täglich während 24 Stunden für unsere Gesundheit im Einsatz stehen, gewürdigt werden und wir sind sicher, dass die Bevölkerung grosse Unterstützung für diesen Bonus an unser Gesundheitspersonal zeigt.

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